Kultur? - Das wird wohl nix

Natürlich reicht ein Tag bei weitem nicht aus für eine Stadt wie Amsterdam, daher waren wir auch am nächsten Morgen bereits wieder früh wach (und weil die Japanerin in unsrem 6er-Schlafsaal bereits lautstark um sechs Uhr aufstand). So saßen wir nach einem Frühstück mit noch mehr Schokostreuseln wieder in der Straßenbahn, mit der wir zum Reichsmuseum fuhren.

An der Haltestelle angekommen, freuten wir uns schon darauf mehr über Amsterdams Geschichte zu erfahren. Doch als wir uns dem Eingang näherten waren wir verblüfft, dass es a) keinerlei Schülerermäßigung gab und b) der Eintrittspreis teurer als der des Louvre war. So sagten wir uns, lassen wirs, wir waren schon in genügend Nationalmuseen und liefen zum Van Gogh Museum.Aber auch an diesem großen, modernen Klotz, der mitten in einer Grünanlage stand, war es dass gleiche: keine Ermäßigungen und noch teuerer als das Reichsmuseum.

Damit gaben wir unsere Museumstour für Amsterdam endgültig aus und spazierten gemütlich durch Amsterdams schönsten und größten Park, den Vondelpark, wo wir uns in einem Café am See Kuchen gönnten.

Wir wollten aber ncoh mehr sehen und deshalb schnappten wir uns einmal mehr die Straßenbahn und fuhren zum größten Straßenmarkt der Stadt, wo es wirklich alles gab was das Herz begehrte; Schuhe in allen Formen und Farben, Taschen in allen Größen, skurile und normale Kleidung sowie Accesoires.

Vom vielen Laufen im Park und auf dem Markt dann doch schon ein wenig müde kehrten wir am späten Nachmittag in unser Hostel zurück und verbrachten den Abend träge in unseren Betten um am letzten Tag in Amsterdam nochmal fit zu sein.

26.8.08 00:19, kommentieren

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Wir gingen ueber den Jordaan und kamen zurueck

Unser erster Tag in Amsterdam begann mit einem Fruehstuecksbuffet, an dem wir uns den Bauch vollschlugen. (Kommentar von Mona: Der Saft war ekelhaft. Kommentar von Annkatrin: Mmmh, lecker, Schokostreusel. Kommentar von Vanessa: Mmmh, Fruehstueck! *seufz*)

Danach machten wir unsere ersten erfahrungen mit der niederlaendischen Strassenbahn, in der naemlich im hinteren teil immer ein Schaffner in einem kleinen Kabuff sitzt, Fahrscheine kontrolliert und stempelt und sich den Rest der Fahrt ueber langweilt.

Als erste kulturelle Station auf unserer Liste, besuchten wir das Rembrandthuis, wo es ausnahmsweise mal kostenlose Audioguides gab. Die Leute im 17.Jh hatten sehr kleine Betten, weils sie meinten im Liegen wuerde ihnen zuviel Blut in den Kopf fliessen. Ausserdem hatte Rembrandt eine komische Sammlung verschiedenster Dinge (Kommentar von Mona: Oh Gott, ja!).


Nun kam der seltsamste Teil unserer Reise, wir mussten das Amsterdamer Rotlichtviertel durchqueren, dass anscheinend im Gegensatz zu Paris keine Mittagspause kannte. Die nur mit Unterwaesche bekleideten Frauen, die in Schaufenstern standen, hatten etwas surrelaes. Ebenso wie dieser große, rosa leuchtende Elefant.

Das geschafft, kamen wir auf den Dam, an dem sich Madame Tussauds, die neue Kirche und das Koenigsschloss befanden. Auf dem Platz selbst tummelten sich allerlei Schausteller und Darth Vader.

Im Anschluss beschlossen wir den wahrscheinlich schoensten Stadtteil Amsterdams zu besuchen, den Jordaan, durch den sich viele Grachten ziehen. In den Grachten liese es sich wunderbar wohnen, wenn man ein huebsches Hausboot haette, welche wir dort haeufig sahen.


19.8.08 16:51, kommentieren

Bruessel in a minute

Wie auf Wolken erwachten wir in unseren Betten und guckten mal wieder komische Trickfilme, bevor wir uns dem Fruehstueck hingaben. Sodann sagten wir dem Hotelzimmer Lebewohl, verstauten unsere Rucksaecke im Gepaeckraum und fuhren mit der Métro hinaus zum Atomium, das sehr gross war. Wir kauften eine Postkarte und fuhren wieder in die Stadt.


Unser erster Versuch mit belgischen Comics auf Tuchfuehlung zu gehen, scheiterte leider daran, dass der Comicshop am Montag geschlossen war. Also machten wir uns erst mal ueber andere belgische Spezialitaeten her; Schokolade und yummy Waffeln!

Letztendlich fanden wir in einem netten Musikladen doch noch einen kompetenten Menschen, der uns den Weg zu einem weiteren Comicladen sagen konnte, wo wir dann die naechste Zeit verbrachten. Es gab dort wirklich alles was das Sammlerherz begehrt. (Kommentar von Annkatrin: Die sind mit den Mangas weiter als bei uns in Deutschland!)

Leider blieb uns keine Zeit fuer mehr, denn wir mussten unsere Rucksaecke holen um rechtzeitig den Zug nach Amsterdam zu erreichen, wo wir nach gar nicht allzulanger Fahrt ankamen.

Unser dortiges Hostel, eine ehemalige Schule, war ziemlich hip in rot und orange Toenen gehalten, recht gross und schoen. Unser Schlafsaal, den wir mit zwei Italienerinnen und einer Japanerin teilten hatte sogar eine Keycard.

19.8.08 16:32, kommentieren

Wellness fuer Richard-Geschaedigte

Am 10.08., einem sonnigen Sonntagmorgen, war es endlich soweit: Wir durften dem Hotel Richard endgueltig den Ruecken kehren. Ein letztes Mal brachte uns die Pariser Métro sicher an unser Ziel, den Gare du Nord, wo wir nach eineinhalb Stunden Wartezeit den Thalys (fuer dessen Ticketreservierung wir am Tag zuvor eine geschlagene Stunde anstehen hatten muessen) in Richtung Bruessel bestiegen.

Nach einer ereignislosen Fahrt standen wir am Bruessel Hauptbahnhof, der fuer eine Hauptstadt erstaunlich klein war. Gleiches laesst sich ueber die U-Bahn sagen, die uns nach Paris nun erst recht winzig vorkam. Allerdings spielte in Bruessel in jedem U-bahnhof Musik .

Da uns wieder mal die Karte fehlte, waren wir gezwungen uns bei den Schalterbeamten der U-bahn zu unserem Hotel durchzufragen, was einige Zeit in Anspruch nahm (Offensichtlich ist Stoiber mit der Entbuerokratisierung noch nicht sehr weit gekommen). Jedoch kamen wir, wie immer, schliesslich an unser Ziel.

Unser Hotel war ein Traum. Ein Badezimmer mit Badewanne, ein Fernseher und weiche Betten; alles was uns das Hotel Richard nicht hatte bieten koennen.

Was lag nun in Europas Hauptstadt naeher als erst einmal richtige belgische Fritten zu essen. Die Portionen waren riesig und die Sossen verdammt lecker. Besonders empfehlenswert sind die Currysosse und die Andalusische Sosse (und sogar das normale Ketchup schmeckte ungewoehnlich gut). So gestaerkt machten wir uns dann auf den Weg das Europaparlament zu begutachten, wo sonntaegliche Ruhe herrschte. Das einzige was sich bewegte waren die Flaggen der Mitgliedslaender im Wind.

Bevor wir dann endgueltig zu unserem Hotelzimmer zurueck kehrten , legten wir eine Pause bei den von Mona so getauften Baumkringelbaenken ein und suchten ein Abendessen, das hier nicht naeher definiert werden muss, es war wie gesagt Sonntag.

So liesen wir den Abend gemuetlich mit einer heissen Badewanne und Olympia ausklingen.

19.8.08 16:14, kommentieren

Von Kuenstlern und Phantomen

Samstag morgen fehlte noch ein wichtiger Punkt auf unserer Liste; ein Besuch im Kuenstlerviertel Montmatre. So fuhren wir denn auch flugs mit der Métro bis Abesse und waren dumm genug die Wendeltreppe zu nehmen. Ein Fehler, da sich dieselbe als aeusserst lang herausstellte und wir schliesslich keuchend wieder an Tageslicht kamen.

Bevor wir uns an den weiteren Aufstieg zur Sacre Coeur machten, genossen wir zunaechst ein sehr leckeres typisch franzoesisches Fruehstueck in einem kleinen Strassencafé.


Frisch gestaerkt bestiegen wir den Berk (kein Tippfehler), vorbei an den vielen Strassenkuenstler, die die Rue de Trois Frères saeumten. Fuer ein Portraet hatten wir keine Zeit, denn ganz oben erwartete uns Paris schoenste (Zuckerbaecker-)Kirche: Sacre Coeur de Montmatre.


Im Anschluss ging es wieder hinunter, zum Moulin Rouge, das wir auf kuerzestem Weg erreichten. Leider war es Mittags geschlossen, so dass wir nur einen Blick durch die Fenster erhasschen konnten.


Da noch Zeit uebrig war, entschlossen wir uns den Prominentenfriedhof in Paris zu besuchen, wo wir die Graeber von Jim Morrison (Mona: "Hallo Jim", Oscar Wilde (voellig vollgeschmiert) und Edith Piaf betrachteten. Leider war es uns nicht moeglich Chopin zu besuchen, da er sich recht gut versteckt hatte. Schade...

Auf dem Rueckweg zur letzten Nacht in unserem Hotel (Hurra!) legten wir noch einen Zwischenstopp an der Oper ein, jedoch war das Phantom, wohl wegen der vielen anderen Touristen, trozt unserer Gesaenge, nicht geneigt sich zu zeigen.

 Vor unsrem Hungertod rettete uns an diesem Abend PICARD.

Noch diesem Festmahl, gingen wir diesmal alle in das Quartier Latin, wo unser Café leider voll besetzt war. Doch das war nciht schlimm, denn wir kauften uns kurzerhand Crêpes (von Profihand gemacht) und flanierten gemuetlich durch die bunt erleuchteten Strassen.

18.8.08 11:57, kommentieren

Kultur pur

Nun wurde es Zeit fuer den wirklich kulturellen Teil unserer Parisreise. Um moeglichst lange Schlangen zu vermeiden standen wir bereits um 9:00 Uhr morgens neben der umgekehrten Pyramide und wurden auch gleich eingelassen.

Zuerst bretrachteten wir Statuen franzoesischer Bildhauer in aller Ausfuerlichkeit. Doch als wir auf dem Museumsplan feststellten, welch kleinen Teil des Louvres wir erst hinter uns hatten, beschlossen wir einen Exkursionsplan zu erstellen. Folgich machten wir uns auf die groesste Beruemtheit des Museums, die Mona-Lisa, zu besuchen und durchquerten dabei die Gemaecher Napoleons des Dritten, der anscheinend einen extravaganten Lebensstil pflegte.

Nach ausfuehrlichem Begutachten der Bilder italienischer und franzoesischer Maler (sehr bunt), folgten wir Monas Wunsch in die Ausstellung fuer amerikanische und ozeanische Kunst zu gehen und fanden uns natuerlich vor verschlossener Tuer wieder. Schnief-Schnief.

Nach der aegyptischen Ausstellung folgte die der Nordischen (auch deutschen) Kuenstler und nachdem Mona ihren Plausch mit unserem Albrecht beendet hatte, machten wir noch einen Abstecher ins mittelalterliche Louvre.

Nun - es war 5 Stunden spaeter - waren wir fuer einen Tag natuerlich noch nicht genug gelaufen und so prominierten wir erst durch die Gaerten der Tuilerien und dann ueber den Champs Ellysee in Richtung Triumphbogen.

 Abends wieder im Zimmer angekommen beschlossen Annkatrin und Mona das Quartier Latin schon mal zu erkunden, damit wir an unserem letzten Abend auch ja ein schoenes Plaeztchen fuer ein Glaesschen Wein finden wuerden.

1 Kommentar 18.8.08 11:39, kommentieren

In den Gaerten des Koenigs

Eine stuermische Nacht spaeter machten wir uns auf Versailles zu erkunden. Als wir mit unserem RER Vick, der wie immer Verspaetung hatte, die Station Versailles Rive Gauche erreichten, wurden wir auch schon von den Touristemassen mitgeschwemmt.

Um der ewig langen Schlange (und den teuren Eintrittspreisen) zu entgehen, begnuegten wir uns mit einigen Fotos der Fassade und strebten in die koeniglichen (kostenlosen) Gaerten, die Vanessa zu symmetrisch waren. Annkatrin hingegen war begeistert; ein Foto folgte dem anderen und sie verpasste dem unbestaendigen Regen seine fehlenden Blitze (Wie lieb von ihr ).

Nachdem wir die Gaerten ausgiebigst erkundet hatten, war es bereits spaeter Nachmittag, als wir wieder den RER (diesmal nicht Vick ) Richtung Paris bestiegen und uns dann in einem Internetcafe unserer weiteren Reiseplanung widmeten.

Im Hotel blieb uns nicht mehr viel zu tun ausser in der "Gastkueche" ( Mikrowelle) unser Abendessen zu erwaermen.

1 Kommentar 18.8.08 11:18, kommentieren