Paris von all seinen Seiten

Frueh morgens klingelte unser Wecker und da wir schon mal einen Fernseher hatten, liesen wir es uns nicht nehmen uns franzoesiche Trickfilme anzusehen, von denen wir kaum ein Wort verstanden (Vanessa gar keins ^^). Anschliessend goennten wir uns noch ein echt franzoesisches 5-Euro-Fruehstueck mit leckeren Croissants und heisser Schokolade. Lecker!

Danach machten wir uns auf die Suche nach unserem zweiten Hotel, was im Klartext einmal quer durch Paris mit der Métro hiess. Leider konnten wir noch nicht einchecken, deshalb liesen wir unser Gepaeck dort zurueck und machten uns auf zu unserem ersten Sightseeing-tag in Paris.

Da es ganz in der Naehe war (mit der Métro zumindest), fuhren wir zunaechst zum Place de la Bastille, und promenierten von dort am Seine-Ufer entlang zu Notre Dame. Auch wenn die Kathedrale im Disneyfilm groesser wirkte, war sie doch imposant und recht schoen. Geschaeftstuechtig wie die katholische Kirche ist, gab es auch gleich noch einen Souvenir-shop im Inneren der Kathedrale.

Anschliessend liesen wir etwas ruhiger angehen und standen eine dreiviertel Stunde in der prallen Sonne am Eiffelturm an (Sonnenbrand!!!) um dann natuerlich die Treppenstufen bis zur zweiten Plattform zu erklimmen. Auch wenn die Souvenirs voellig ueberteuert waren, so hat sich der Aufstieg fuer die wunderbare Aussicht ueber das wirklich sehr, sehr grosse Paris mehr als gelohnt.

Weil wir nun recht durstig waren, gingen wir anschliessend noch auf ein Waesserchen in die Gallery LaFayette (das franzoesische Harrods). Nach einer kleinen Shoppingtour, war es fuer einen tag schliesslich genung und wir machten uns auf den Rueckweg.

Im Hotel Richard angekommen, sahen wir nun unser Zimmer und waren doch eher bestuerzt ob seines Zustandes (Zitat: "Wir sitzen in diesem abgefuckten Zimmer, essen 10 Mark teuere Eiscreme! Und da steht ein Brett!!!"; Mona lachend mit traenen in den Augen).

Nach einer absolut ekligen Dusche sagten wir noch der netten Asiatin vom Fenster gegenueber gute Nacht und wickelten uns so tief es ging in unsere Schlafsaecke, um ja nicht die abstossenden Matratzenauflagen zu beruehren.

17.8.08 19:56, kommentieren

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Unfreiwillige Erkundung des naechtlichen Paris

Jetzt war es so weit, um 9:00 hies es "Ciao bella Italia" und "Bonjour France" als wir unseren Shuttlebus bestiegen, der uns zum Bahnhof Venedigs brachte wo wir eine gemuetliche Fahrt bis nach Mailand hatten. Nach zwei Stunden Aufenthalt in Milano im wunderschoenen neugebauten Bahnhof gelangten wir endlich in unserern TGV, der etwas zu gut klimatisiert war.

Unser Sitznachbar, ein netter junger Franzose aus Lyon, war auch gleich so hilfsbereit uns mit seinem Handy den Métrohalt zu unserer Strasse heraus zu suchen. So kamen wir nach meheren Stunden gemuetlicher Fahrt nachts in Paris an, bestiegen sogleich die Métro und hatten auch keine Probleme die richtige Strasse zu finden. Leider stellte sie sich jedoch als aeusserst lang heraus, so dass wir fast eine halbe Stunde unser Gepaeck durch das naechtliche Paris schleppen durften ehe wir am Ziel waren.

Angekommen, erhielten wir auch sofort einen Schluessel, doch  - Ueberaschung - als wir das Zimmer oeffneten, stellte es sich als bereits bewohnt (aber leer) heraus. Verwirrt gingen wir noch einmal zur Rezeption, wo der Fehler bereits bemerkt worden war und wir nun den richtigen Schluessel erhielten. Das Hotelzimmer selbst schien direkt einem Film Noir entsprungen, in denen sich allerlei zwielichtige Gestalten herumtreiben. Total kaputt fielen wir in die Betten.

1 Kommentar 17.8.08 19:34, kommentieren

2. Teil

So eine Einladung konnten wir natuerlich nicht ausschlagen, also standen wir puenktlich eine Stunde spaeter wieder vor dem Maskenladen. Der Besitzer hielt sein Wort und fuerhte uns nach hinten auf eine gemuetliche Couch, wo er uns dreien und sich selbst erstmal ein grosszuegigen Becher Cabernet eingoss.

Dann holte er eine Maskenform hervor und demonstrierte uns an Ort und Stelle wie er mit besonderer Pappmaché mehrere Schichten mit Wasser und Leim in die Form strich, damit die Masken spaeter stabil waren. Bevor er uns an einer fertigen Rohmaske das Raenderschneiden demonstrierte, fuellte er uns mit den Worten "Wein ist kein Alkohol'' nochmals nach. Der Wein war aber auch sehr gut.

Von unserem Interesse an seinem Beruf geschmeichelt und von Monas Trinkfestigkeit beeindruckt, schenkte er ihr sogar in seiner guten Laune zwei weisse Masken zum selbstgestalten. Schliesslich brachte und sein Assitent auch noch zurueck zur Piazzale Roma, damit wir den letzten Bus zum Campingplatz nicht verpassten.

Ein gelungener letzter Abend in Venedig

14.8.08 21:34, kommentieren

Hinter den Kulissen - oder - ''Wein ist kein Alkohol''

Nachdem wir uns die kulturellen Highlights der Stadt Venedig bereits gestern zu Gemuete gefuehrt hatten, beschlossen wir den zweiten Tag ruhiger anzugehen und genossen erst einmal einen ruhigen Vormittag am Pool unseres Campingplatzes, bevor wir uns gegen Mittag in die weniger touristischen Teile Venedigs begaben.

Nach einem Weg, der uns durch viele huebsche und verschoerkelt Gaesschen gefuehrt hatte (und einen mit Stacheldraht), fanden wir uns vor dem Museum fuer Theater- und Buehnenbild wieder. (Es hatte sich in seiner Umgebung recht gut getarnt). Doch nachdem unser Klingeln unerhoert blieb, stellten wir fest, dass Montag leider der Ruhetag des Museums war. Was, nach kurzer Ueberpruefung, auch auf unsere Ausweichstellen zutraff.

Doch in Venedig gibt es zum Glueck mehr zu sehen, als nur Museen und nach kurzer Zeit betraten wir einen zauberhaften, kleinen Maskenladen, dessen Schaufenster uns unwiederstehlich angezogen hatten (kein typischer billiger Touristenshop).

Der Besitzer erwies sich als sehr hilfsbereit, er posierte mit Maske und Cape fuer unsere Fotos. Nachdem wir eine Maske gekauft hatten, welche er so fest einpackte, dass "wir damit Fussball spielen koennen'', lud er uns ein spaeter wiederzukommen, wenn er uns zeigen wolle, wie man Masken herstellt.

To be continued

12.8.08 21:39, kommentieren

Eine Bootsfahrt die ist lustig

Am naechsten Morgen fuhren wir mit dem Shuttlebus, ueber den der Campingplatz gottseidank verfuegte, nach Venedig auf die Piazzale Roma. Dort entiegen wir dem Bus unter den Augen der gluehenden Sonne Italiens und besorgten uns Tickets fuer die Bus-boote, welche uns flugs ins Herz der Stadt, auf den Markusplatz brachten.

Zwischen den Massen von Touristen, die vor allem asiatischer Abstammung waren (war China fuer Olympia geraumt worden?), konnten wir auch die Sehenswuerdigkeiten, wie den Campanile, den Loewen und die Markus-basilika entdecken. Dann sind wir, welch Ueberaschung, ins Museum gegangen. Kultur muss immerhin sein.

 So schlichen wir ehrfuerchtig durch die Gaenge, bestaunten Muenzen, Statuen (Canova!) und Gemaelde ( die Italiener lieben Bilder von Maria mit Kind!).

Nachdem wir unseren Kulturhunger gesaettigt hatten, huschten wir zum Ausgang des Museums.

Da wir auch richtigen Hunger hatten, durchstreiften wir auf der Suche nach Essbarem, das auch erschwinglich war, die Gassen Venedigs - und wurden fuendig.

 Nach einem kurzen Abstecher auf die Rialtobruecke, einer erfolglosen Suche nach einem Supermarkt (es war Sonntag), dafuer erfolgreichen Suche nach Souveniers und dem Pflichtbesuch im Dogenpalast samt Gefaengnis liessen wir den Tag mit einer gemuetlichen Bootsfahrt rund um Venedig ausklingen - schliesslich hatten wir eine Tageskarte. ^^

 

Ciao,

wir halt 

10.8.08 22:21, kommentieren

Waehrend wir so durch Slowenien tuckerten (in einem im Zug ausliegenden Stern gab es einen Artikel: "Immer der Nase nach: Wie waer's mit einem spontanen Abstecher nach Kroatien"  versuchten wir uns zu erklaeren wie wir denn in Dobowa, dem kleinen Kaff an der Grenze landen konnten. Wir glauben, dass wir wie unsere betrunkenen Freunde in Villach aussteigen und den Zug haetten wechseln muessen. Nachdem aber sowohl der Schaffner , als auch die Anzeigetafel nichts derartiges berichteten (und es im Nachtzug keine Durchsagen gibt) waren wir eben kurzerhand weitergefahren. Dumm gelaufen ...

Naja, zum Glueck hatten wir noch genug Zeit einen Notfallplan zu schmieden und hatten auch schnell einen. Wir stiegen in Bruck an der Mur, also eine Sation nach Graz, aus und liessen uns eine Verbindung nach Venedig geben. Nun mussten wir nur noch unseren Campingplatz davon in Kentniss setzen, dass wir wir nicht verschollen, sondern nur etwas spaeter kommen wuerden.

Nachdem wir im Eurospar unsere Vorraete aufgefrischt hatten, sassen wir dann auch schnell im Zug; diesmal wirklich mit Entstation Venedig S.L. (ueber Villach!).

Kurz nach 10:00 standen wir schliesslich am Campingplatz und vielen in unserem klimatisierten Zimmer erleichtert in unsere Betten. 

 

10.8.08 21:53, kommentieren

Wir wollten so, der Zug wollte anders...

Anders, als es in unseren Angaben stand, mussten wir doch mitten in der Nacht in Salzburg umsteigen und 1 1/2 Stunden warten bis der Anschlusszug neu zusammen gekoppelt war. Es war kalt, nass und wir waren muede.

Kaum war der Zug nach Venedig da, war er auch schon voll. Die Abteile waren voll und auf den gaengen wurde gedraengelt. Zu unserem Glueck standen wir auch noch bei einer Gruppe Jungs, die nicht nur tranken wie Loecher, sondern den ganzen Zug an ihren Gepraechen teilhaben liessen. Was am Anfang noch ganz lustig war, ging uns bald auf die Nerven. >_<

Nachdem wir die ganze Fahrt bis jetzt im Stehen verbracht hatten, leerte sich der Zug gegen 4 Uhr morgens ein wenig, so dass wir uns wenigstens im gang auf den Boden setzen und ein wenig doesen konnten, denn inzwischen wollten wir nur noch schlafen. Noch etwas spaeter konnten wir uns endlich ein Abteil ergattern und den restlichen Weg nach Venedig schlafen.

... wenn wir nur nach Venedig gefahren waeren. Boeses Erwachen! Gegen 8 Uhr wurden wir von der Grenzpolizei wegen einer Passkontrolle geweckt und standen nicht in Italien, sondern an der kroatischen Grenze!

Wenigstens hatten wir noch Glueck im Unglueck, denn am Gleis gegenueber stand ein Zug, der uns zurueck nach Oesterreich bringen konnte.

 Wann wir dann in Venedig ankamen, lest ihr das naechste Mal.

 

9.8.08 18:11, kommentieren