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Fortsetzung:

Doch wir liesen uns davon nicht aufhalten; trotz fehlendem Stadtplan und mangelnden Sprachkentnissen (auf beiden Seiten) schafften wir es doch noch uns innerhalb einer Stunde zum Hostel durchzufragen.

Das Hostel ist sauber und recht huebsch, ausserdem traegt es zu unserem oertlichen Ueberleben bei: Das Leitungswasser ist trinkbar!

Wir waren auch schon einkaufen und haben uns Nudeln und Sosse fuer umgerechnet nur 2,50 Eur gekauft (wir werden also nicht verhungern).

Melden uns bald wieder

Mona, Annkatrin und Nessa

@Lisa und Mareike: Willkommen zurueck in der Zivilisation. ^__^

5.8.08 15:24, kommentieren



2 Tag: Die Stadt auf unserer Seite des Flusses

Diesen anfangs noch angenhem kuehlen und bewoelkten Tag begannen wir zunaechst im Nationalmuseum (Dort gab es viele Steine und anderes Lebloses). Nach geschlagenen drei! Stunden begann unsere richtigen Sightseeing-tour, die uns zum Glockenturm, Pulverturm, zur astronomischen Uhr und dann zum Riesenmetronom fuehrte, dessen Oertlichkeiten Mona an Specter erinnerten und zum dem sich der Aufstieg abgesehen vom Ausblick kaum gelohnt hat.

Auf dem Rueckweg watschelten wir nunmehr in sengender Hitze am Kafkamuseum vorbei - Fortsetzung spaeter - besuchten den "Shakespeare Bookstore", schlurften ueber die Karlsbruecke und legten noch einen Zwischenstopp in der Bethlehem Kapelle ein, die uns viele Informationen ueber Jan Hus vermittelte (fuer Lisa:Reinmar Bielau laesst gruessen!).

Nun schlug Mona kaum betretene Pfade innerhalb Prags ein, weit entfernt von jeglichen Touristenmassen, geschweige denn der brennenden Sonne, die uns letztendlich zum Hostel fuehrten.

Ganz nach dem Grundsatz:

Po-slush say sam Pro-seam! (Help yourself please)

1 Kommentar 5.8.08 15:33, kommentieren

Eine Stadt und ihre Metro

Da wir das Problem, eine Zugverbindung zu unserem naechsten Ziel zu finden, moeglichst schnell loesen wollten, beschlossen wir uns gleich nach einem ausgewogenen Fruehstueck auf den Weg zum Hauptbahnhof zu machen.

Zwar waren wir mit der Metro schnell am Ziel und fanden auch den Schalter gleich; doch die unglaublich nette Frau (die Beamten hier uebertreffen in Punkto Gereiztheit sogar die Deutschen) druckte uns nur ein Verbindung aus und konnte uns keinerlei sonstige Auskunft ueber Aufschlaege in Nachtzuegen oder aehnliches geben.

Da wir als Deutsche ueberspannten Buerokratis,us ja gewohnt sind, wunderten wir uns darueber nicht weiter, dass wir durch den halben Bahnhof geschickt wurden, um einen Beamten zu finden, der uns darueber Auskunft geben konnte. Wir sind ja alle Meister der Disziplin "Laecheln und Nicken" und so konnten wir uns auch ein Laecheln abringen, als uns gesagt wurde, dass ein Platz im Schlaafwagen nach Venedig um die 40 Euro kosten wuerde und der Zug angeblich keine Sitzplaetz habe.

Da es nichts schoeneres gibt als Beamte zu nerven, stellten wir uns noch an einen dritten Schalter, nur um wieder die Auskunft "Nur Schlafwagen" zu erhalten; und am vierten Schalter verstand man kein Wort Englisch...

Mit dem Notfallplan mit dem Bayern-ticket ueber Muenchen zu fahren und einen Tag in Wien einzuschieben, liesen wir es vorerst gut sein und machten uns auf die Suche nach dem wahren Kern der Stadt: Kafka und alles was mit ihm zusammenhaengt.  =)

Also auf zur U-bahn und zum Prager Schloss gefahren!!!Immerhin lebte Kafka dort in der Naehe, im Goldenen Gaesschen. Und auch wenn der Aufstieg etwas muehsam war, hat es sich gelohnt (Mona hat nun ein Foto, in dem sie in Kafkas Hauseingang steht <3).

Ueberaschung: auch auf dem Burggelaende fanden wir nach kurzer Zeit eine Kirche, die wir besichtigen konnten (davon gibt es in Prag ja so wenige...).

Nachdem wir auch das Schloss mit seinen 2 Kacheloefen, die in Schoenheit nur so verblassten im Vergleich zu den 30.000 "schoensten Kacheloefen in ganz Osteuropa", welche zufaellig all in Polen Lodz stehen, kamen wir endlich zu unserem Besuch im Kafkamuseum:

Am besten beschreibt es wohl der Satz: Es war wirklich kafkaesk!

Allein der Brunnen im Eingangsbereich, der wohl nicht unbedingt zum Museum gehoert und 2 Maenner darstellt, die auf Tschechien pinkeln, verwirtte und amusierte die Besucher von Anfang an, natuerlich auch uns.

Jedoch bot dies keinen Vergleich zum Inneren des Museums, welches ganz in Schwar gehalten war und bestaendig unruhige Musik im Hintergrund spielte. Kafkas Lebensweg wurde an den Waenden durch Bilder und Textstellen jeweils anschaulich dargestellt. Die abgeklebten Fenster des Mueseum trugen zu der alten und unwirklichen Atmosphaere seines Inneren bei.

Am beeindruckensten war jedoch mit Abstand eine Art Aktenschrank-Labyrinth, an dessen Waenden telefone hingen. Sobald man sich einen Hoerer ans Ohr hielt, wurden einem Abschnitte aus "Amerika" vorgelesen, waehrend die Bildschirme arbeitenden Maschinen zeigten.

Fazit: Ein sehr lohnender Besuch, dem wir nur jedem empfehlen koennen, auch wenn wir hier nur einen Bruchteil des Gesehenen schildern konnten.

Den restliche Tag brachten wir damit zu einen alternativen Second-Hand-shop zu suchen, den uns ein Stadtfuehrer empfohlen hatte. Nachdem wir mit der Metro ans andere Ende der Stadt gefahren waren, eine halbe Stunde in die falsche Richtung gelaufen waren und beinahe auf eine Atrappe hereingefallen waeren, fanden wir ihn schliesslich mit hochroten Koepfen doch noch. Und standen vor einer verschlossenn Tuer.

Jedoch lies sich nach 10 Minuten Wartezeit die Besitzerin blicken, die sich gerade ein Zeitschrift gekauft hatte. Nur leider hatte sie nichts, was wir uns von unseren verbliebenen Kronen noch haetten leisten koennen. Schade eigentlich, den manche Teile waren recht huebsch...

Inzwischen hatte uns Vanessas Mutter eine Zugverbindung herausgesucht die Sitzplaetze hatte und einen maximalen Nachtzugaufschlag von 10 Euro; wir waren also gerettet.

Zur Feier des Tages und um mal etwas anderes zu bekommen als nur Reis und Nudeln, gingen wir in einem kleinen Restaurant am Ufer des Flusses tschechisches Gulasch essen und stiessen mit Bier auf unser Glueck an. =)

9.8.08 17:53, kommentieren

Ein Tag am Bahnhof

Da wir um elf Uhr auschecken mussten und nichts mit unserer Zeit so recht anzufangen wussten, verbrachten wir den ganzen Tag nur mit Warten auf unseren Zug der erst um 17:11 Uhr abfuhr.

Uns bleib nichts zu tun, als Prag Lebewohl  und auf Wiedersehen zu sagen und ein wenig sehnsuechtig an all die kleinen Gaesschen und Keipen, an Kafka und Mucha zu denken.

9.8.08 17:59, kommentieren

Wir wollten so, der Zug wollte anders...

Anders, als es in unseren Angaben stand, mussten wir doch mitten in der Nacht in Salzburg umsteigen und 1 1/2 Stunden warten bis der Anschlusszug neu zusammen gekoppelt war. Es war kalt, nass und wir waren muede.

Kaum war der Zug nach Venedig da, war er auch schon voll. Die Abteile waren voll und auf den gaengen wurde gedraengelt. Zu unserem Glueck standen wir auch noch bei einer Gruppe Jungs, die nicht nur tranken wie Loecher, sondern den ganzen Zug an ihren Gepraechen teilhaben liessen. Was am Anfang noch ganz lustig war, ging uns bald auf die Nerven. >_<

Nachdem wir die ganze Fahrt bis jetzt im Stehen verbracht hatten, leerte sich der Zug gegen 4 Uhr morgens ein wenig, so dass wir uns wenigstens im gang auf den Boden setzen und ein wenig doesen konnten, denn inzwischen wollten wir nur noch schlafen. Noch etwas spaeter konnten wir uns endlich ein Abteil ergattern und den restlichen Weg nach Venedig schlafen.

... wenn wir nur nach Venedig gefahren waeren. Boeses Erwachen! Gegen 8 Uhr wurden wir von der Grenzpolizei wegen einer Passkontrolle geweckt und standen nicht in Italien, sondern an der kroatischen Grenze!

Wenigstens hatten wir noch Glueck im Unglueck, denn am Gleis gegenueber stand ein Zug, der uns zurueck nach Oesterreich bringen konnte.

 Wann wir dann in Venedig ankamen, lest ihr das naechste Mal.

 

9.8.08 18:11, kommentieren

Waehrend wir so durch Slowenien tuckerten (in einem im Zug ausliegenden Stern gab es einen Artikel: "Immer der Nase nach: Wie waer's mit einem spontanen Abstecher nach Kroatien"  versuchten wir uns zu erklaeren wie wir denn in Dobowa, dem kleinen Kaff an der Grenze landen konnten. Wir glauben, dass wir wie unsere betrunkenen Freunde in Villach aussteigen und den Zug haetten wechseln muessen. Nachdem aber sowohl der Schaffner , als auch die Anzeigetafel nichts derartiges berichteten (und es im Nachtzug keine Durchsagen gibt) waren wir eben kurzerhand weitergefahren. Dumm gelaufen ...

Naja, zum Glueck hatten wir noch genug Zeit einen Notfallplan zu schmieden und hatten auch schnell einen. Wir stiegen in Bruck an der Mur, also eine Sation nach Graz, aus und liessen uns eine Verbindung nach Venedig geben. Nun mussten wir nur noch unseren Campingplatz davon in Kentniss setzen, dass wir wir nicht verschollen, sondern nur etwas spaeter kommen wuerden.

Nachdem wir im Eurospar unsere Vorraete aufgefrischt hatten, sassen wir dann auch schnell im Zug; diesmal wirklich mit Entstation Venedig S.L. (ueber Villach!).

Kurz nach 10:00 standen wir schliesslich am Campingplatz und vielen in unserem klimatisierten Zimmer erleichtert in unsere Betten. 

 

10.8.08 21:53, kommentieren

Eine Bootsfahrt die ist lustig

Am naechsten Morgen fuhren wir mit dem Shuttlebus, ueber den der Campingplatz gottseidank verfuegte, nach Venedig auf die Piazzale Roma. Dort entiegen wir dem Bus unter den Augen der gluehenden Sonne Italiens und besorgten uns Tickets fuer die Bus-boote, welche uns flugs ins Herz der Stadt, auf den Markusplatz brachten.

Zwischen den Massen von Touristen, die vor allem asiatischer Abstammung waren (war China fuer Olympia geraumt worden?), konnten wir auch die Sehenswuerdigkeiten, wie den Campanile, den Loewen und die Markus-basilika entdecken. Dann sind wir, welch Ueberaschung, ins Museum gegangen. Kultur muss immerhin sein.

 So schlichen wir ehrfuerchtig durch die Gaenge, bestaunten Muenzen, Statuen (Canova!) und Gemaelde ( die Italiener lieben Bilder von Maria mit Kind!).

Nachdem wir unseren Kulturhunger gesaettigt hatten, huschten wir zum Ausgang des Museums.

Da wir auch richtigen Hunger hatten, durchstreiften wir auf der Suche nach Essbarem, das auch erschwinglich war, die Gassen Venedigs - und wurden fuendig.

 Nach einem kurzen Abstecher auf die Rialtobruecke, einer erfolglosen Suche nach einem Supermarkt (es war Sonntag), dafuer erfolgreichen Suche nach Souveniers und dem Pflichtbesuch im Dogenpalast samt Gefaengnis liessen wir den Tag mit einer gemuetlichen Bootsfahrt rund um Venedig ausklingen - schliesslich hatten wir eine Tageskarte. ^^

 

Ciao,

wir halt 

10.8.08 22:21, kommentieren